Technologie und Verfahren zur Abwasserbehandlung in Gerbereien

Branchenstatus und Eigenschaften von Gerbereiabwasser
Lederprodukte wie Taschen, Schuhe, Kleidung und Sofas sind im Alltag allgegenwärtig. Die Lederindustrie hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Gleichzeitig hat sich die Einleitung von Gerbereiabwässern zunehmend zu einer wichtigen Quelle industrieller Umweltverschmutzung entwickelt.
Die Gerberei umfasst im Allgemeinen drei Phasen: Vorbereitung, Gerbung und Veredelung. In der Vorbereitungsphase vor der Gerbung stammen die Abwässer hauptsächlich aus den Prozessen Waschen, Einweichen, Enthaaren, Kalken, Entkalken, Weichmachen und Entfetten. Zu den Hauptschadstoffen zählen organische und anorganische Abfälle sowie organische Verbindungen. Die Abwässer der Gerbungsphase stammen hauptsächlich aus den Prozessen Waschen, Beizen und Gerben. Die Hauptschadstoffe sind anorganische Salze und das Schwermetall Chrom. Die Abwässer der Veredelung stammen hauptsächlich aus den Prozessen Waschen, Auspressen, Färben, Fetten und Entstauben. Zu den Schadstoffen zählen Farbstoffe, Öle und organische Verbindungen. Gerbereiabwässer zeichnen sich daher durch große Wassermengen, starke Schwankungen in Wasserqualität und -menge, hohe Schadstoffbelastung, hohe Alkalität, hohe Farbsättigung, hohen Gehalt an Schwebstoffen, gute biologische Abbaubarkeit und eine gewisse Toxizität aus.
Schwefelhaltiges Abwasser: Kalkabfallflüssigkeit, die bei der Asche-Alkali-Enthaarung im Gerbprozess anfällt, sowie entsprechendes Abwasser aus dem Waschprozess;
Entfettungsabwasser: Beim Entfettungsprozess der Gerberei und Pelzverarbeitung entstehen Abfallflüssigkeiten, die bei der Behandlung von Rohhaut und Öl mit Tensiden anfallen, sowie das entsprechende Abwasser aus dem Waschprozess.
Chromhaltiges Abwasser: die bei der Chromgerbung und Chromnachgerbung entstehende Chromabfalllauge sowie das entsprechende Abwasser aus dem Waschprozess.
Umfassendes Abwasser: ein Oberbegriff für verschiedene Abwässer, die in Gerbereien und Pelzverarbeitungsbetrieben oder zentralisierten Verarbeitungsanlagen entstehen und direkt oder indirekt in umfassende Abwasserbehandlungsanlagen eingeleitet werden (z. B. Produktionsabwasser, häusliches Abwasser in Fabriken).


Veröffentlichungsdatum: 17. Januar 2023
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